Körpesprache beim Hund
Teil 1
An diesem ersten Abend widmen wir uns intensiv den feinen Nuancen der hündischen Kommunikation. Wir behandeln folgende Schwerpunkte:
Calming Signals (Beschwichtigungssignale): Gähnen, Züngeln, Abwenden oder langsames Gehen – was bedeuten diese Signale in welchem Kontext? Lerne, wie Hunde Konflikte deeskalieren, sich selbst beruhigen und wie du diese Signale nutzen kannst, um deinem Hund Sicherheit zu geben.
Defensives Drohverhalten: Ein Hund beißt selten ohne Vorwarnung. Wir schauen uns an, wie Hunde ihre persönlichen Grenzen kommunizieren, wenn sie sich bedroht fühlen. Wie erkennst du defensives Drohen (wie Knurren, Lefzen hochziehen oder Erstarren) frühzeitig, um angemessen reagieren zu können, bevor die Situation eskaliert?
Schmerz und Unwohlsein erkennen: Hunde sind Meister darin, körperliche Beschwerden zu verbergen. Wir erarbeiten, auf welche subtilen Veränderungen in der Mimik, Körperhaltung und im Bewegungsablauf du achten musst, um stummes Leiden rechtzeitig zu erkennen.
Methodik: Der Vortrag wird durch zahlreiche anschauliche Bilder und Videoanalysen unterstützt, um das theoretische Wissen direkt greifbar und in den Alltag übertragbar zu machen.
Nachdem wir uns im ersten Teil mit den feinen, oft leisen Signalen und dem defensiven Verhalten beschäftigt haben, widmen wir uns in diesem zweiten Teil der dynamischen Interaktion sowie den offensiveren Facetten der hündischen Kommunikation. Spiel oder Ernst? Faires Grenzen setzen oder bereits Mobbing? Das richtige Einschätzen von Hundebegegnungen und ein tieferes Verständnis für das oft tabuisierte Thema Aggression sind essenziell, um unsere Hunde sicher und souverän durch den Alltag zu führen.
Dieser Themenabend bringt Licht ins Dunkel von komplexen Verhaltensweisen und rasanten Hundebegegnungen.
(Hinweis: Der Besuch von Teil 1 wird empfohlen, ist aber keine zwingende Voraussetzung für die Teilnahme an Teil 2).
Teil 2
An diesem zweiten Abend gehen wir ans Eingemachte und analysieren das Verhalten in der direkten Konfrontation und Interaktion:
Offensives Drohverhalten: Im Gegensatz zum defensiven Drohen, bei dem der Hund meist aus Selbstschutz Distanz schaffen möchte, ist die offensive Kommunikation nach vorne gerichtet. Wir beleuchten das Imponierverhalten, das Fixieren, den nach vorn verlagerten Körperschwerpunkt und die steife Körperspannung. Wie unterscheidet sich die Motivation zum defensiven Hund und woran erkennen wir den Kipppunkt zur Eskalation?
Kommunikation unter Hunden verstehen und interpretieren: Hundebegegnungen laufen oft blitzschnell ab. Wir schulen unser Auge für die rasante Kommunikation unter Artgenossen: Wie sieht echtes, faires Spiel aus? Woran erkenne ich Mobbing oder einseitige Kontrolle? Und vor allem: Wann regeln die Hunde es wirklich "unter sich" und an welchem Punkt bin ich als Mensch gefragt, die Situation zu splitten und einzugreifen?
Aggression verstehen: Aggressives Verhalten ist keine bösartige Charaktereigenschaft, sondern gehört zum normalen, biologisch sinnvollen Kommunikationsrepertoire unserer Hunde. Wir enttabuisieren das Thema und schauen uns die Eskalationsleiter an. Warum zeigt ein Hund Aggression (z.B. ressourcenbedingt, aus Frust, territorial oder erlernt)? Wer die Motivation und Emotion hinter dem Verhalten versteht, kann nicht nur fairer urteilen, sondern auch lösungsorientiert handeln.
Methodik: Da gerade Hundeinteraktionen sehr schnell ablaufen, arbeiten wir an diesem Abend intensiv mit Videoanalysen (auch in Zeitlupe), um die feinen Details und Reaktionen innerhalb von Millisekunden sichtbar zu m